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Aktuelles

Aktionsbündnis gegen AIDS startet Kampagne: „Babys ohne HIV – Bis 2015 Mutter-zu-Kind-Übertragung stoppen“
(Tübingen, 28.07.2010) Jedes Jahr infizieren sich rund 400.000 Neugeborene durch die Übertragung des HI-Virus der eigenen Mutter. Wird eine HIV-positive Frau vor der Geburt ihres Kindes behandelt, sinkt das Ansteckungsrisiko auf 2 Prozent. Die Staatengemeinschaft hatte versprochen, bis Ende 2010 allen Menschen den Zugang zu Prävention, Behandlung, Betreuung und Unterstützung zu ermöglichen. Das wird nicht erreicht werden, es muss noch viel getan werden. Mit der Kampagne 'in9monaten.de' will sich das Aktionsbündnis gegen AIDS dafür einsetzen.
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"Klimawandel ist größte Herausforderung in 15.000 Jahren Menschheitsgeschichte"
(München, 14.05.2010) Es war eine Podiumsdiskussion der Superlative: „Der Klimawandel ist eine Herausforderung, die wir in den 15.000 Jahren Menschheitsgeschichte noch nie gekannt haben.“, sagte der Leiter des Potsdam Institut für Klimaforschung, Ottmar Edenhofer. „Wenn wir die Katastrophe erst einmal sehen, dann ist die Zeit zu Handeln vorbei“, fügte Bundesumweltminister Röttgen hinzu. „Wir sehen die Konsequenzen heute, ihr werdet sie morgen sehen“, brachte es der Generalsekretär der Pazifischen Kirchenkonferenz Fe'iloakitau Kaho Tevi auf den Punkt. Ein Wunder, dass die Debatte doch hoffnungsvoll endete.
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Vernachlässigte Armutskrankheiten erforschen
(Berlin, 23.03.2010) Zum Welt-Tuberkulose-Tag am Mittwoch haben "Ärzte ohne Grenzen", die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) vom Bundesforschungsministerium mehr Gelder für die Erforschung vernachlässigter Krankheiten gefordert. Krankheiten wie Tuberkulose oder Malaria seien "vermeidbar und behandelbar, es werden jedoch kaum Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt", erklärte die Leiterin der EED-Fachstelle Gesundheit, Sonja Weinreich, am Dienstag in Berlin.
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Millenniums-Entwicklungsziel Gesundheit: noch keine Erfolgsgeschichte
(Berlin,16.03.2010) Auf der „Action for Global Health Konferenz“ von 15. bis 16. März in Berlin bewerten zivilgesellschaftliche Gruppen das deutsche Engagement, mit dem die Millenniums-Entwicklungsziele im Bereich Gesundheit erreicht werden sollen. Ihre Bilanz ist traurig: an der hohen Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern hat sich zum Beispiel in den letzten zehn Jahren nichts geändert.
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Malariamücken im Hochland - Klimawandel in Indonesien konkret spürbar
(Bonn, 10.12.2009) Sigit Wijayanta von der EED-Partnerorganisation YAKKUM kann die Auswirkungen des Klimawandels in seiner Heimat Indonesien genau beschreiben. Es gibt mehr Stürme, Dürren und auf einmal Menschen im Hochland, die an Malaria erkranken.
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Weitere Meldungen

Zugang zu Medikamenten


Menschen in Entwicklungsländern haben oft nur unzureichenden oder keinen Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten.

Der Zugang zu Medikamenten ist durch große globale Ungleichheit gekennzeichnet: 75 Prozent der Menschen leben in Entwicklungsländern, doch nur 8 Prozent des weltweiten Pharmaabsatzes entfallen auf sie; 15 Prozent der Weltbevölkerung konsumieren über 90 Prozent der pharmazeutischen Produkte. Fast 2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu essenziellen Medikamenten - das ist jeder dritte Mensch in den Entwicklungsländern, in weiten Teilen Asiens und Afrikas ist es jeder zweite.

Dadurch erkranken und sterben jährlich Millionen von Kindern, Frauen und Männern an Krankheiten, die mit Medikamenten behandelbar wären. Dies betrifft Infektionskrankheiten, wie HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria. Bei diesen sind Frauen und Kinder besonders häufig betroffen. Dies betrifft „vernachlässigte tropische Krankheiten“, wie die Schlafkrankheit, und nicht-infektiöse Krankheiten, wie Herzkreislauferkrankungen.

20 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Krankheiten, die eigentlich behandelbar wären. Sie sterben nicht zuletzt deshalb, weil selbst lebensnotwendige Medikamente unerschwinglich teuer sind, weil sie unwirksam sind, nicht mehr dem wissenschaftlichen Fortschritt entsprechen, nicht den lokalen Verhältnissen angepasst sind oder weil sie für die Krankheiten in den armen Ländern gar nicht erst entwickelt und produziert werden. Mit einem verbesserten Zugang zu Medikamenten könnten zehn Millionen Menschenleben jedes Jahr gerettet werden.

Ein wichtiger Grund für mangelnde Verfügbarkeit von Medikamenten sind die internationalen Patentregeln, die im TRIPS-Abkommen der WTO festgeschrieben sind. Es gibt zu wenig Medikamentenforschung für überwiegend die Armen betreffende Krankheiten, weil das Patentsystem Forschung für Medikamente fördert, für die ein lukrativer Markt besteht. Wenn Medikamente zur Verfügung stehen, sind diese für die armen Menschen in den Entwicklungsländern unerschwinglich teuer, da die internationalen Patentregeln Medikamente als geistiges Eigentum betrachten. Dadurch können Pharmafirmen ihre Medikamente patentieren, dies verhindert Wettbewerb und treibt die Preise in die Höhe.

Der EED engagiert sich in der Aids Kampagne des Aktionsbündnis gegen AIDS für Preissenkungen bei Medikamenten und für Generikaproduktion durch die Entwicklungsländer. Im ökumenischen Verband setzt er sich als Mitträger der Ecumenical Advocacy Alliance und im Pharmadialog in der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung für einen verbesserten Zugang zu Medikamenten ein.

Zugang zu Medikamenten in der EU

Die Europäische Kommission hat im November 2008 einen vorläufigen Bericht veröffentlicht, der die Ergebnisse einer Untersuchung des Pharmazeutischen Sektors zu Wettbewerb in der Pharmaindustrie und zum Thema Generika beinhaltet. Eines der Ergebnisse lautet: die Einführung von Generika wird durch massive Ausweitung von Patenten und Patentclustern gezielt verzögert.

Weitere Informationen

  • "Medizinische Forschung – der Allgemeinheit verpflichtet" lautet der Titel eines gemeinsamen Projektes der Charité - Universitätsmedizin Berlin, des Zentrum für Europäische Rechtspolitik in Bremen und der BUKO Pharma-Kampagne in Bielefeld. Pressemitteilung